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Im Labyrinth der Seele : zwei Novellen / von Adolf Palm
Entstehung
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auch ſo kalt, ſo öd in ihm, daher lächelte kein milder Stern mehr in der Bruſt des Verſtoßenen...

Als er in dem Mühlenhofe ankam, wo noch vor Kurzem die Freude des heiterſten Feſtes ihr lachendes Geſicht gezeigt hatte, ſah er kein Fenſter des Wohn⸗ hauſes mehr von einem Lichtſtrahle erleuchtet. Das neuvermählte Paar bewohnte daſſelbe Zimmer im zwei⸗ ten Stocke, von dem aus Max in der erſten Nacht ſei⸗ nes Verweilens in der Mühle den fliehenden Walde⸗ mar ausgekundſchaftet...

Jetzt will auch ich Dir eine Hochzeitsfackel an⸗ zünden, ſprach der Burſche bei ſich, eine Hochzeitsfackel ehe es Tag wird!..

Er wußte, wo die leichtbrennbaren Stoffe ange⸗ häuft lagen. Wenn im unteren Stockwerk des Wohn⸗ hauſes, wo einer der Knechte ſchlief, das Feuer aus⸗ brach und die Treppe ergriff, ſo war Allen, die oben ſchliefen, jeder Rettungsweg abgeſchnitten, ſofern nicht von außen Leitern an die Fenſter gelegt wurden. Waldemar kannte die Scheune, wo die Leitern aufbe⸗ wahrt wurden und wollte dieſelbe zuerſt den Flammen opfern. Eben ſchlich er hin, als drinnen in der Wohn⸗

ſtube die alte Wanduhr mit ihrem wohlbekannten, ernſt⸗

haft langſamen Schlag die dritte Stunde verkündete; die Pendule in der guten Stube fiel mit ihrem mu⸗