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Im Labyrinth der Seele : zwei Novellen / von Adolf Palm
Entstehung
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Alles war zur Ruhe gegangen, nur er, der Unglückliche, nicht! Ihm gönnte das zehrende Feuer ſeines Inneren nicht Ruhe noch Raſt, während der Schlummer die Lider der Glücklichen ſchloß. Unter dem Schutze der Finſterniß ſchlich er nach der Mühle hin, an dem rauſchenden Mühlbach entlang, der wie abmahnend zu ihm heraufklang und ſeine Stimme zu verſtärken ſchien, je näher Waldemar dem Gehöft kam.

Sein ganzes Elend ſpiegelte ſich grell aus dem Glücke des jetzt von Prieſterhand verbundenen Paares zurück ein Anderer pflückte die Frucht, die ihm ge⸗ hörte, dieſer Gedanke thürmte einen Koloß von Leiden in ihm auf, den er niederzuſchmettern beſchloß. Er brütete Rache, Mord er wollte Feuer an die Thal⸗ mühle legen.

Alle Energie ſeiner Natur raffte er zuſammen, um dies Mal jeder Möglichkeit des Mißlingens ſeiner That vorzubeugen. Bei ſeinem letzten nächtlichen Einbruche in der Thalmühle erwärmte ihm noch die Hoffnung das Herz, daß ſeine Elſe ihn liebe jetzt hatte er auch dieſe

Hoffnung zerrinnen ſehen in das grauſame Nichts und

der letzte Halt ſeines Lebens, der Gedanke an die Treue der Geliebten, war ihm heute, an ihrem Vermählungstag gebrochen und zerſtört für immer. Daher war es jetzt