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Im Labyrinth der Seele : zwei Novellen / von Adolf Palm
Entstehung
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war der Lärm der Zecher, erloſchen der hochzeitliche Glanz

Thalmühle lag ein gluthröthlicher Schein von den un⸗ zähligen bunten Lampions, mit denen der Feſtplatz und das Wohnhaus bis hinauf zum Giebel illuminirt waren. Zuletzt praſſelte und ſprühte ein Feuerwerk in den Lüften. Die Luſt wollte kein Ende nehmen und der ſonſt gegen das Geſinde ſo ſtrenge Müller gönnte dieſem heute gerne ein Uebriges. Der Hochzeittag des einzigen Kindes! Wer im ganzen Hauſe hätte da nicht das Recht gehabt, ſich dem vollſten Feſtgenuſſe hinzugeben und des Guten zu viel zu thun? War ja doch ſogar die Stellung der hohen Obrigkeit be⸗ denklich ſchwankend, als ſie endlich an den Heimweg dachte, und der würdige Herr Paſtor konnte eine feurige,

mit ſeiner ſonſtigen Ruhe ſtark contraſtirende Begei⸗

ſterung nicht verleugnen, welche ihn wiederholt zu ſauber gereimten Toaſten auf anweſende und entfernte Freunde und Bekannte hingeriſſen hatte.

Waldemar ſah erſt, als die Mitternachtsſtunde längſt vorüber war, von ſeinem einſamen Verſtecke aus die Helle über der Mühle allmählig ermatten, die Lampen verlöſchen und zuletzt, nachdem er noch einzelne verwor⸗ rene Stimmen der nach ihren Schlafſtätten taumelnden

Knechte vernommen, die dunkle, ſchweigende Nacht über

das ganze Gehöfte ihre Fittige ausbreiten. Verklungen