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Nach Mitternacht wurde ſein Schlaf ruhiger und traumlos: er ſchlief länger als gewöhnlich, und als er endlich von den grellen Sonnenſtrahlen erwachte, die durch die blanken Scheiben hereinfielen, als er auf der Mühle Alles in voller Thätigkeit ſah und die Stimme ſeines Sohnes hörte, der dem Geſinde in geſchäftigem Eifer Vorſchriften gab, da fühlte er ſich neu geſtärkt, ſein Gemüth und ſeinen Kopf hell; er vergaß die ver⸗ lorene Mühe und das Unerquickliche der letzten Tage und ging hinab, um ſeinen Max an's Herz zu drücken und ihm zu ſagen, daß er ſeinem Glücke, das ja ſein höchſter Wunſch ſei, nicht länger im Wege ſtehen wolle. Elſe flog an ſeine Bruſt und mit Entzücken hielt er das ſchöne Kind umſchlungen, indem er die Gewißheit empfand, daß an der Seite dieſes Mädchens ſein Mar alle Hoffnungen, die er auf ihn geſetzt, erfüllen müſſe.
Reichert, der jetzt ebenfalls in eine ganz andere Stimmung kam, ſchwamm in einer wahren Feſtwonne. Das junge Paar wurde durch dieſes beiderſeitige Be⸗ tragen der Väter ermuntert und fühlte ſich bald ganz ſicher in deren Gunſt und Schutz.
Schlöſſer war in Betreff Waldemars auf einen
ganz neuen und ermuthigenden Gedanken gekommen, deſſen Grundzüge, feſt in ſeinem Sinne haftend, ihm das Thor einer neuen, freudigen Hoffnung erſchloſſen.


