Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn. (1851)
Entstehung
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„Sind ſie hier?“

„Ja, und ſie werden ſobald als möglich Mann und Frau ſein.“

„Ich erſuche Euch nun, mir ſagen zu wollen, ob man ihnen irgend etwas Gutes erweiſen kann, und mir auch die paſſendſte Art dazu anzugeben. In dieſer Calamität habe ich meine zwei einzigen Kinder nebſt ihrer Mutter verloren und vrei bedeutende Erbſchaften gemacht. Ich beſaß ſchon vorher ein großes Vermögen, und Ihr ſehet alſo, daß Ihr mir einen wahren Dienſt erweiſet, wenn Ihr mir eine Gelegenheit und ganz beſonders eine ſolche Gelegenheit verſchaffet, meinen Ueberfluß nützlich anzu⸗ wenden.“

„Der Himmel ſegne Euch! warum ſind doch wie Ihr, nicht Alle.. Genug, auch ich danke Euch herzlich für dieſe meine Kinder. Und da Euer Gnaden mir ſo viel Muth machen, nun ja, Herr, ſo kann ich Euch aller⸗ dings ein Mittel angeben, das Euch vielleicht nicht miß⸗ fallen wird. Wißt alſo, daß dieſe braven Leute entſchloſſen ſind, ſich anderswo niederzulaſſen und das Bischen Gut, das ſie hier beſitzen, zu verkaufen. Der junge Burſche hat einen Weinberg, ungefähr neun oder zehn Ruthen, ſo genau kann ich's nicht ſagen, aber gänzlich verwahrlost und ver⸗ wildert: man darf blos den Boden in Anſchlag bringen und nichts Anderes; dann hat er noch ein Häuschen und auch die Braut eines, zwei Rattenneſter, ſeht Ihr. Ein Herr wie Euer Gnaden kann nicht wiſſen, wie es bei den armen Leuten zugeht, wenn ſie gezwungen ſind, ihr Eigen⸗ thum zu verkaufen. Am Ende bekommt es ein Spitzbube in den Rachen, der, wenn der Fall eintritt, als Liebhaber um das Plätzchen herumſchleicht und dann, wenn er weiß, daß der Andere gezwungen iſt, zu verkaufen, ſich wiever zurückzieht und thut, als ob er gar keine Luſt dazu hättez man muß ihm dann noch nachlaufen und das Ding um ein Naſenwaſſer laſſen; ganz beſonders unter Umſtänden wie dieſe da. Der Herr Marcheſe wird bereits geſehen haben, wo ich mit meiner Rede hinaus will; der aller⸗