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und mit einer wichtigen Nachricht auf dem Geſichte Renzo ein und ſagt:„Der Herr Marcheſe** iſt angekommen.
„Was ſoll das heißen? Wo angekommen?“ fragte Don Abbondio ſich erhebend.
„Er iſt auf ſeiner Burg angekommen, die früher Don Rodrigo gehörte, denn dieſer Herr Marcheſe iſt der Fidei⸗ commißerbe, wie ſie ſagen, ſo daß man alſo nicht mehr daran zweifeln fann. Ich für meine Perſon würde mich freuen, wenn ich erführe, daß der arme Mann gut geſtor⸗ ben ſei. Ich habe bis jetzt vorläufig viele Paternoſter für ihn geſprochen, nun will ich einige de profundis für ihn beten. Und dieſer Herr Marcheſe iſt ein ſehr bra⸗ ver Mann.“
„Ja, gewiß,“ ſagte Don Abbondiv,„ich habe ihn öfter als einen wahrhaft braven Mann nennen hören, als einen Mann vom alten Schlag. Aber iſt es auch wirk⸗ lich wahr?“
„Glaubt Ihr dem Sarriſtan?“
„Warum?“
„Weil er ihn mit ſeinen eigenen Augen geſehen hat. Ich bin nur ſo in der Gegend geweſen, und, die Wahr⸗ heit zu ſagen, ich bin gerade deshalb dahin gegangen, weil ich dachte, man müſſe doch dort etwas Näheres wiſſen. Mehr als einer oder zwei haben mir die Sache erzählt. Dann bin ich auch dem Ambrogio begegnet, der gerade von oben herabkommt und ihn, wie ich ſage, als neuen Gutsherrn auftreten geſehen hat. Wollt Ihr Ambrogio hören? Ich habe ihn abſichtlich deshalb draußen warten laſſen.“
„So laßt hören,“ ſagte Don Abbondio. Renzo ging und rief den Sacriſtan. Dieſer beſtätigte die Sache Punkt für Punkt, fügte noch andere Einzelheiten hinzu, löste alle Zweifel und entfernte ſich dann.
„Ach! er iſt alſo todt! Er iſt wirklich dahingegangen!“ rief Don Abbondio.„Seht Kinder, wie die Vorſehung zuletzt gewiſſe Leute erreicht. Wißt Ihr auch, daß das eine große Sache iſt, eine große Erleichterung für dieſe arme Gegend! denn mit dieſem Menſchen da konnte man nicht


