Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn. (1851)
Entstehung
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niſſe zu einem Zweck habe dienen laſſen, und ſie bemühte ſich, in dem einen Gründe zu finden, um ſich über das andere zu tröſten. Und hinter dieſem Gedanken entſtand in ihr auch noch die Vorſtellung, daß dieſelbe Vorſehung um

ihr Werk zu vollenden, es wohl auch werde veranſtalten

können, daß Renzo gleichfalls entſage, daß er nicht mehr an ſie denke„„; aber kaum hatte ein ſolcher Gedanke in ihrer Seele Eingang gefunden, ſo kehrte er darin das Unterſte zu oberſt. Die Aermſte fühlte, daß ihr Herz von Neuem berenen wollte, und nahm daher ihre Zuflucht abermals zum Gebet, zu Selbſtſtärkungen, zum Kampfe, aus welchem ſie, wenn man uns dieſen Ausdruck zu gut halten will, wie der ermattete und verwundete Sieger über einen niedergeworfenen Feind heworging.

Inzwiſchen hörte man ein hurtiges Füßegeſtampfe und uhliche Stimmen herannahen. Es war die kleine Familie, die aus der Kirche kam. Zwei junge Mädchen und ein Knabe ſpringen heran; ſie bleiben eine Weile ſtehen, um einen neugierigen Blick auf Lucia zu werfen, vann laufen ſie zur Mama und gruppiren ſich um ſie: das eine fragt nach dem Namen des unbekannten Gaſtes und wie und warum; das andere will die Wunder erzäh⸗ len, die es geſchaut; die gute Frau antwortet auf Alles und Allen mit einem„Still, ſtill!“ Hierauf tritt mit ge⸗ mäßigterem Schritte, aber mit einer herzlichen Angelegent⸗ lichkeit, die ſich auf ſeinem Geſichte abſpiegelte, der Haus⸗ herr ein. Er war, wenn wir es noch nicht geſagt haben, der Schneider des Dorfs und theilweiſe auch der Umge⸗ gend; ein Mann, der leſen konnte und in der That mehr als einmal das Legendenbuch der Heiligen und die Ge⸗ ſchichte Frankreichs geleſen hatte, daher er auch bei ſeinen Landsleuten für einen hochgelehrten und begabten Mann galt; ein Lob, das er jedoch beſcheiden ablehnte, indem er nur ſagte, er habe ſeinen Beruf verfehlt, und wenn er ſich aufs Stndiren verlegt hätte, ſtatt ſo vieler Andrer. Dabei war er die beſte Haut von der Welt. Da er ge⸗