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tua die Sache wie fie iſt, und dann überlaſſe ich's Perpetua, die Geſchichte wieder ins Geleiſe zu bringen. Wenn nur den hochwürdigen Herrn Biſchof nicht etwa die Grille ankommt das Ding an die große Glocke zu hängen, ein unnöthiges Schauſpiel daraus zu machen und auch mich hineinzu⸗ bringen. Lucia iſt jetzt gut aufgehoben; man bedarf mei⸗ ner nicht, und nach ſo vielfachem Ungemach darf ich jetzt wohl fordern, daß man mich in Ruhe läßt. Und dann.. ja den Hochwürdigen könnte am Ende auch noch die Neu⸗ gierde anwandeln die ganze Geſchichte wiſſen zu wollen, und dann müßte ich ihm die Heirath erzählen; ſonſt würde Nichts mehr fehlen! Und wenn er auch in mein Kirchſpiel zum Beſuche kommt? Ah es wird gehen, wie es gehen wird, ich will mich nicht vor der Zeit quälen, ich habe ja jetzt ſchon Ungemach genug. Für jetzt werde ich mich in mein Haus einſchließen. So lange der Herr Erz⸗ biſchof ſich in dieſen Gegenden befindet, wird Don Ro⸗
drigv nicht die Stirne haben Dummheiten zu machen. Und hunn und dann? Ach ich ſehe, daß meine letzten Le⸗
bensjahre nicht glücklich ſein werden!
Der Zug kam an, ehe noch der Gottesdienſt vollen⸗ det war; er ging mitten durch dieſelbe Menge, die nicht minder aufgeregt war als das erſte Mal und dann trennte er ſich. Die beiden Reiter wendeten ſich ſeitwärts nach einem kleinen Platze, in deſſen Hintergrund das Pfarrhaus war. Die Sänfte bewegte ſich weiter nach der Wohnung der guten Frau.
Don Abbondio hielt ſich Wort. Kaum war er ab⸗ geſtiegen, ſo machte er dem Unbekannten ſeine tiefgefühl⸗ teſten Komplimente und bat ihn, er möge ihn beim Herrn Erzbiſchof entſchuldigen, denn er müſſe dringender Ge⸗ ſchäfte wegen nach ſeiner Pfarre zurück. Dann holte er das, was er ſeinen Gaul nannte, nämlich ſeinen Stock, den er in einer Ecke des Pfarrhauſes hatte ſtehen laſſen, und machte ſich auf den Weg. Der Ungenannte wartete, bis der Erzbiſchof aus der Kirche zurückkam.


