Teil eines Werkes 
9.-13. Bdchn. (1851)
Entstehung
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mal die beiden Geſichter ſcharf an und ſagte:„Es iſt alſo die Madonna, die Euch geſandt hat.“

„Ich glaube es auch,“ ſagte die gute Frau.

„Aber können wir auch wirklich gehen, können wir auch witklich gehen?“ begann Lucia mit geſenkter Stimme und einem ängſtlichen, argwöhniſchen Blicke wieder,„und all dieſe Leute 20 juhr ſie mit zuſammengezogenen, vor Furcht und Eutſetzen zitternden Lippen fort„und dieſer Herr„ dieſer Mann! er hatte mir wohl verſprochen„

„Er iſt ebenfalls in eigener Perſon bei uns und er⸗ wartet uns draußen. Laßt uns ſchnell aufbrechen, wir dürfen einen ſolchen Mann nicht warten laſſen.“

Jetzt drückte derjenige, von dem geſprochen wurde, die Thürflügel auf, zeigte ſich und trat vor. Lucia, die ihn kurz vorher erſehnt, ja ſogar, da ſie keine andere Hoffnung in der Welt beſaß, nur ihn allein erſehnt hatte, konnte ſich jetzt, nachdem ſie befreundete Geſichter geſe⸗ hen und befreundete Stimmen gehört, eines plötzlichen Schauders nicht erwehren; ſie fuhr zuſammen, hielt den Athem an, drückte ſich an die gute Frau und verbarg ihr Geſicht am Buſen derſelben. Der Herr war, als er den Gegenſtand erblickte, auf welchem er am Abend zuvor ſeine Augen nicht hatte ruhen laſſen können, dieſes Mädchen, das jetzt noch blaſſer, kummervoller, in Folge des langen Leidens und der Nahrungsloſigkeit noch erſchöpfter daſtand, auf halbem Wege ſtehen geblieben; als er dann jene ängſt⸗ liche Bewegung ſah, ſenkte er ſeine Augen und blieb noch einen Augenblick ſtumm und unbeweglich; hierauf rief er, auf Gtwas antwortend, was die Aermſte nicht geſagt hatte: „Es iſt wahr, verzeihet mir!“

„Er kommt, Euch zu befreien; er iſt nicht mehr der⸗ ſelbe; er iſt gut geworden; hört Ihr, daß er Euch um Beehen bittet?“ flüſterte die gute Fran Lucia in's

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„Kann man mehr ſagen? auf! den Fopf in die 1