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vorbei; Mordgeſellen ſtehen am Eingang, verbeugen ſich vor dem Herrn, werfen Blicke nach ſeinem Begleiter und auf die Sänſte. Dieſe Leute wußten nicht, was ſie denken ſollten: ſchon der Umſtand, daß der Ungenannte bei ſeinem Ausgang am Morgen gar keine Begleitung mitgenommen, hatte etwas Ungewöhnliches; die Ruckkehr war nicht min⸗ der verwunderlich. War es ein Raub, den er mit ſich führte? und wie hatte er ihn ganz allein erbeutet? Und wie kam er zu dieſer fremden Sänfte? Und wem mochte dieſe Livree gehören? Sie ſchauten und ſchauten, aber kei⸗ ner bewegte ſich; denn dahin lautete der Befehl, den er ihnen mit Augen und Mienen gab.
Man ſteigt hinan, man kommt auf die Höhe. Die Bravi, die auf dem Schloßplatz und an der Thüre ſtehen, ziehen ſich dahin und dorthin zurück, um Platz zu machen. Der Ungenannte gibt ihnen ein Zeichen, ſich nicht weiter zu bewegen; er ſpornt ſein Thier und reitet der Sänfte voran, bedeutet dem Sänftenführer und Don Abdondio, ihm zu folgen; er ſprengt in einen erſten Hof, von da in einen zweiten; er reitet auf ein Pförtchen zu, weist einen Bravo, der herbei eilt, um ihm den Steigbügel zu halten, mit einer Geberde zurück und ſagt zu ihm: Du bleibſt da ſtehen und keiner tritt näher! Er ſteigt ab, geht mit den Zügeln in der Hand der Sänfte zu, nähert ſich der darin ſitzen⸗ denden Frau, die den Vorhang zurückgezogen hatte, und ſagte leiſe zu ihr: Tröſtet ſie ſogleich und macht ihr ſo⸗ fort begreiflich, daß ſie frei ſei und ſich in Freundeshän⸗ den beſinde; Gott wird es Euch vergelten. Dann befiehlt er dem Sänftenführer, zu öffnen und die Frau ausſteigen zu laſſen. Hierauf näherte er ſich Don Abbondivo, und mit einer ſo heitern Miene, die er noch nie bei ihm geſehen hatte und ihm auch niemals zugetraut haben würde, mit einer Miene, auf welcher die Freude über das gute Werk ſtrahlte, das er endlich zu vollbringen im Begriffe ſtand, teichte er ihm die Hand, um abzuſteigen, und ſagte gleich⸗ falls leiſe zu ihm:„Herr Pfarrer, ich bitte Euch nicht


