Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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mungen ſich noch in der Mitte abbrechen ließen, was für Mittel wohl die ſchnellſten und ſicherſten ſeien, wie er ſo manchen Knoten löſen und was er aus ſo manchem Mit⸗ ſchulvigen machen ſolle. Es war ein dunkles Labyrinth nur daran zu denken. Selbſt an das augenblickliche Ge⸗ ſchäft, welches das leichteſte von allen und ſeinem Ziele ſo nahe war, ging er mit einem Eifer, mit dem ſich eine große Seelenangſt miſchte, wenn er daran dachte, daß das Mädchen inzwiſchen— Gvott weiß wie viel litt, und daß er, wenn er auch jetzt Alles that, um ſie ſo ſchnell als möglich zu befreien, immerhin derjenige war, der ſie in⸗ zwiſchen hatte leiten laſſen. Bei jeder Wegſcheide kehrte ſich der Sänftenführer und bat um Belehrung; der Un⸗ genannte zeigte ihm den Weg mit der Hand und winkte ihm zugleich ſich, zu tummeln.

Man kommt in das Thal. Wie ward unſerem ar⸗ men Don Abbondio jetzt zu Muthe! Dieſes berüchtigte Thal, von welchem er ſo viele ſchwarze, ſchauerliche Ge⸗ ſchichten gehört hatte, und jetzt mitten darin zu ſein: dieſe verrufenen Menſchen, die Blume der Banditenſchaft Ita⸗ liens, dieſe Unholde ohne Furcht und ohne Erbarmen, mit Haut und Knochen vor ſich zu ſehen, bei jeder Straßen⸗ biegung zweien oder dreien zu begegnen! Sie verbeugten ſich zwar unterwirrfig vor dem Herrnz aber wie gebräunt waren dieſe Geſichter! wie ſtruppig dieſe Schnurrbärte! wie grimmig dieſe Blicke! Don Abbondio meinte darin die Frage leſen zu können: Sollen wir dieſen Pfaffen ſieden oder braten? In einem Augenblick der höchſten Be⸗ ſtürzung entfuhr ihm jetzt der Gedanke: ach wenn ich die Leuichen nur getraut hätie! etwas Schlimmeres konnte mir nicht widerfahren!— Inzwiſchen ging es auf einem kie⸗ ſigen Fußwege dem Bache entlang immer weiterz jenſeits die Ausſicht auf öde und rauhe Abſtürze; dieſſeits dieſe Bevölkerung, bei deren Anblick man ſich in die ſchrecklichſte Wüſte wünſchen mochte: Dante war mitten im Höllenpfuhl nicht ſchlimmer daran. Man kommt an der„übeln Nacht“