Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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Miene, die um Verzeihung zu bitten ſchien, nachkam, ver⸗ neigte er ſich mit einer höflichen und demüthigen Geberde vor ihm, und ließ ihn vorangehen, was dem armen Ge⸗ quälten den Magen wieder ein wenig einrichtete. Kaum hatte er aber ſeinen Fuß in den kleinen Hof geſetzt, ſo be⸗ merkte er eine andere Neuigkeit, die ihm dieſen kleinen Troſt wieder raubte. Er ſah nämlich den Ungenannten nach dem Winkel gehen, ſeinen Karabiner mit der einen Hand beim Lauf, mit der andern beim Riemen nehmen und mit einer raſchen Bewegung, wie beim Erercitium, über ſeine Schultern hängen.

„O weh, v weh, o weh,“ dachte Don Abbondio: „was will der mit ſeinem Mordinſtrument. Ein ſchönes Bußgewand, eine ſchöne Disciplin für einen Neubekehrten! Und wenn ihm nun irgend eine Grille in den Kopf fährt? O welch eine Sendung, welch eine Sendung!

Hätte der Edelmann auch nur entfernt vermuthen können, was für eine Art von Gedanken das Gemüth ſei⸗ nes Gefährten beunruhigte, er würde Alles nur Mögliche gethan haben, um ihm ſeine Zuverſicht zurückzugeben; aber er dachte auf tauſend Meilen Entfernung nicht an einen ſolchen Argwohn, und Don Abbondio hütete ſich wohl durch irgend eine Geberde deutlich verſtehen zu geben: Ich traue Ew. Gnaden nicht. Als ſie auf die Straße kamen, fanden ſie die beiden Thiere bereit: der Ungenannte beſtieg dasjenige, das ihm ein Stallknecht vorführte.

„Es hat doch keine Mucken?“ ſagte Don Abbondiv, während er mit dem einen Fuß im Steigbügel ſchwebte und den andern noch auf dem Boden ſtehen hatte, zu dem Kammerdiener.

„Steigt getroſten Muthes auf, es iſt ein wahres Lamm,“ antwortete dieſer. Don Abbondio klammerte ſich alſo am Sattel feſt und arbeitete ſich, unterſtützt von dem Kam⸗ merdiener, mühſam hinauf⸗ 8

Die Sänfte, die, gleichfalls von zwei Maulthieren getragen, einige Schritte weiter voran ſtand, ſetzte ſich auf