Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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ſehr froh darüber, daß der Cardinal das Eis gebrochen und irgend ein Geſpräch angebahnt hatte.

„Allerdings iſt es ein Vorwurf für mich,“ begann dieſer wieder,„daß ich Euch habe mir zuvorkommen laſſen, wäh⸗ rend ich ſchon ſo lange zu Euch hätte kommen können und kommen müſſen.“

„Ihr zu mir! wißt Ihr, wer ich bin? Hat man Euch meinen Namen geſagt?“

„Und dieſes Vergnügen, das ich empfinde und das ſich gewiß auf meiner Miene kundgibt, meint Ihr, ich würde es bei der Anmeldung, bei dem Anblick eines Un⸗ bekannten empfunden haben? Ihr ſeid es, der mir es ge⸗ währt. Ihr, ſage ich, den ich hätte aufſuchen müſſen; Ihr, den ich wenigſtens ſo herzlich geliebt und beweint, für den ich ſo innig gebetet habe; Ihr, unter meinen Söh⸗ nen, die ich noch alle ſo herzlich liebe, derjenige, den zu empfangen und zu umarmen ich mich am meiſten geſehnt haben würde, wenn ich es hoffen zu können geglaubt hätte. Aber Gott allein weiß Wunder zu thun, er ergänzt, was die Schwäche und Fahrläſſigkeit ſeiner armen Diener ver⸗ ſäumt hat.“

Der Ungenannte war ganz erſtaunt über dieſes warme Entgegenkommen, über dieſe Worte, die mit ſolcher Be⸗ ſtimmtheit auf das antworteten, was er noch nicht geſagt hatte, ja ſogar, was ererſt noch nicht einmal entſchloſſen war, zu ſagen; und erſchüttert, aber verblüfft ſchwieg er.„Und wie?„begann Federigo mit noch liebreicherem Tone wieder, „Ihr habt mir eine gute Nachricht mitzutheilen, und Ihr iaßt mich ſo lange darnach ſeufzen?“

„Eine gute Nachricht, ich! ich habe die Hölle im Herzen und ich ſollte Euch eine gute Nachricht geben kön⸗ nen! Sprecht ſelbſt, wenn Ihr es wißt, was iſt das für eine gute Nachricht, die Ihr von einem Menſchen meiner Art erwarter?“

„Daß Gott Euer Herz gerührt hat und Euch zu dem Seinigen machen will,“ antwortete der Cardinal ruhig.