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Dann fügte er hinzu:„Er iſt in eigener Perſon draußen und verlangt nichts Anderes, als zu Ew. Eminenz einge⸗ führt zu werden.
„Er!“ ſagte der Cardinal mit belebtem Geſichte, in⸗ dem er das Buch ſchloß und ſich von ſeinem Sitze erhob, „er mag kommen! er mag ſogleich kommen!“
„Aber,“ wendete der Kapellan ein, ohne ſich zu bewe⸗ gen,„Ew. Eminenz müſſen wiſſen, wer er iſt: dieſer Bandii, dieſer berüchtigte. 4
Und iſt es nicht ein großes Glück für einen Biſchof, wenn in einem ſolchen Menſchen das Verlangen entſteht, zu ihm zu kommen
„Aber... beharrte der Kapellan,„wir dürfen über gewiſſe Dinge nicht ſprechen, weil Ihr immer ſagt, es ſeien Poſſen: indeß wenn der Fall eintritt, ſo dünkt es mich, eine Pflicht zu ſein. Der Eifer macht Feinde, gnädiger Herr, und wir wiſſen beſtimmt, daß mehr als
ein Schurke ſich zu rühmen gewagt hat über kurz oder
lang i was haben ſie gethan 2. unterbrach der Car⸗ inal.
„Ich ſage, daß dieſer Mann recht eigenilich die Ver⸗ brechen in Pacht genommen hai, daß er ein Verzweifelter iſt, der mit den raſendſten Schurken in Verbindung ſteht, und daß er den Auftrag erhalten haben kann
„O, was iſt das für eine Disciplin,“ fiel Federigv abermals lächelnd ein,„daß die Soldaten ihren General auffordern, ſich zu fürchten Dann aber fuhr er ernſthaft und nachvenkend fort: Der h. Carlo würde nicht in den Fall gekommen ſein, ſich zu bedenken, ob er einen ſolchen Mann empfangen ſoll oder nicht: er würde ihn aufgeſucht haben. Laß ihn ſogleich eintreten, er hat bereits zu lang gewartet.“
Der Kapellan ſetzte ſich in Bewegung, indem er in ſeinem Herzen ſagte:„Da hilft Alles nichts: dieſe Heili⸗ gen find ſammt und ſonders Starrköpfe.“


