Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2¹6

gutheißen, für ausgezeichnet gilt, und auch denen, die ſie nicht leſen, wenigſtens dem Titel nach bekannt iſt? Wie konnte es doch geſchehen, daß alle zuſammen nicht genügt haben, um ſeinem Namen wenigſtens durch ihre Anzahl einen literariſchen Ruf bei uns Nachkommen zu verſchaffen. Die Frage iſt ohne Zweifel vernünftig uud der Ge⸗ genſtand intereſſant genug, denn die Urſachen dieſes Phä⸗ nomens liegen in vielen allgemeinen Umſtänden oder müß⸗ ten wenigſtens darin geſucht werden und würden, wenn man ſie auffände, zur Erklärung noch anderer ähnlicher Phänomene ſühren. Aber es würden ihrer viele und ſie würden ſehr weitläuftig ſein; und dann, wenn ſie Eu nicht behagten? wenn ſie Euch unangenehm in die Naſe ſtächen? Darum wird es wohl das Beſte ſein, wenn wir den Gang der Geſchichte von Neuem verfolgen und ſtatt noch lang und breit über dieſen Mann zu plaudern, an der Hand unſeres Autors ſeine Thätigkeit betrachten.

Dreiundzwanzigſtes Capitel.

In Erwartung der Stunde, wo er in die Kirche gehen und den Gottesdienſt feiern ſollte, beſchäftigte ſich der Car⸗ dinal Federigo, wie er in allen freien Augenblicken zu thun pflegte, mit Lectüre, als auf einmal der Kapellan Kreuzträger mit unruhiger und verſtörter Miene eintrat;

Ein ſeltſamer, wahrhaft ſeltſamer Beſuch, Hoch⸗ würdiger Herr!“

„Wer?“ fragte der Cardinal.

„Keine geringere Perſon als der Herr. A fuhr der Herr Kapellan fort, und indem er mit großem Nach⸗ druck jede einzelne Sylbe betonte, ſprach er den Namen aus, den wir für unſere Leſer nicht niederſchreiben können.