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mit ihrem Manſch ſelbſt ging ſoviel Zeit verloren, daß das Haus bereits förmlich belagert war, als das Fähnlein anlangte; es machte daher in ziemlicher Entfernung von demſelben, da wo das Gepränge aufhörte, Halt. Der kommandirende Offizier wußte nicht, was er thun ſollte. Im Ganzen war es bloß eine Rotte müßigen und wehr⸗ loſen Volks von jedem Alter und Geſchlecht. Auf ſeine Aufforderungen, ſich zu zerſtreuen und Platz zu machen, antworteten ſie mit einem dumpfen und langen Gemurre, aber Niemand bewegte ſich. Auf eine ſolche Menge Feuer zu geben, ſchien dem Offizier nicht bloß eine grauſame, ſendein auch eine gefährliche Sache zu ſein, wodurch er die Harmloſeren verletzt und die eigentlichen Aufrührer, welche einige Gewaltthaten nicht ſcheuten, gereizt hätte; im Uebrigen war er nicht einmal dazu ermächtigt. Dieſe erſte Maſſe zu durchbrechen, ſie nach rechts und links auseinander zu werfen und gerade vorzudringen, um der Gewalt die Gewalt entgegen zu ſetzen, wäre wohl das Beſte geweſen, aber das Gelingen dieſes Planes war kei⸗ neswegs verbürgt. Wer wußte, ob die Soldaten in ge⸗ ſchloſſener Ordnung hätten vorrücken können? Wenn ſie dann, ſtatt die Menge zu durchbrechen, vereinzelt unter dieſelbe geworfen worden wären, ſo yätten ſie ſich der Willfür eines Volke haufens, den ſie erbittert, preisgegeben. Die Unentſchloſſenheit des Anführers und die Unbeweglich⸗ keit der Soldaten wurde, ob mit Recht oder Unrecht, als Furcht gedeutet. Die ihnen zunächſt Stehenden begnügten ſich, ihnen in's Geſicht zu ſchauen mit einer Miene, die da ſagen wollte:„Ich muß lachen“; die etwas Entferntern konn⸗ ten ſich nicht enthalten, ſie durch Grimaſſen und ſpöttiſche Zu⸗ rufe zu reizen. Weiterhin wußten nur Wenige, vaß ſie da wa⸗ ren, oder jedenfalls bekümmerten ſie ſich nicht darum; die Zerſtörer fuhren fort die Mauer einzureißen und dachten an nichts Anderes, als an die baldige Vollendung ihres Werkes; die Zuſchauer riefen ihnen unaufhörlich Muth zu. Unter dieſen ſtach, ſelbſt ein Schauſpiel, ein durch


