Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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da von Wicken und Tollkorn leben müßten, womit ſie uns abſpeiſen wollen.“

„Brod, he?“ ſagte Einer, der ſich eilig davonzuma⸗ chen ſuchte,„Brod? ja pfundſchwere Steine, Steine von dieſem Kaliber fielen wie Hagel auf uns herab; wie Man⸗ chem ſind die Rippen eingeworfen! Ich wollte nur, ich wäre zu Hauſe.“

Unter ſolchen Reden, von welchen ich kaum zu ſagen wüßte, ob ſie ihn mehr aufklärten oder verblüfft machten, und unter manchen derben Stößen gelangte Renzo endlich vor jenes Backhaus. Die Volksmaſſe hatte ſich bereits um ein Gutes gelichtet, und ſo konnte er die garſtige, noch friſche Zerſtörung anſchauen: die Mauern entkalkt und durch Steine aller Art beſchädigt, die Fenſter eingeſchlagen, die Thüren zertrümmert.

„Das iſt denn doch nicht ſchön gehandelt,“ ſagte Renzo bei ſich;„wenn ſie alle Backöfen auf dieſe Art zurichten, wo wollen ſie dann Brod machen? Etwa in den Brun⸗ nen?“

Von Zeit zu Zeit kamen Leute aus dem Hauſe, die ein Stück von einem Brodkaſten, einen Backtrog oder Mehlbeutel, ein Knetſcheit, eine Bank, einen Korb, ein Buch, kurz allerlei Kleinigkeiten aus dem armen Backhauſe forttrugen und dann mit dem Geſchrei:„Platz, Platz!“ durch die Menge hindurchgingen. Dieſe Alle ſchlugen die gleiche Richtung ein, und es war klar, daß ſie ſich an einen verabredeten Ort begaben. Renzo wollte zuſehen, was auch das für eine Geſchichte ſei, und ging Einem nach, der ſich aus zerſpaltenen Brettern und Spähnen ein Bündel machte, daſſelbe auf die Achſel nahm und wie die Andern durch die Straße ging, die ſich an der Nordſeite des Domes hinzieht und ihren Namen von den Stufen hatte, die dort waren, ſeit kurzer Zeit aber nicht mehr dort ſind. Trotz ſeines Verlangens, die Ereigniſſe zu beobach⸗ ten, konnte der Gebirgsbewohner, als er dieſes große Bau⸗ werk vor die Augen bekam, nicht umhin, ſtehen zu bleiben