Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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Vorſtadt Porta orientale heraufkam und, ohne es ſelbſt zu wiſſen, ſich dem eigentlichen Mittelpunkte des Tumultes näherte. Er ging bald raſch, bald langſam, wenn das Gedränge ihn aufhielt, und unterwegs ſpähte und horchte er allenthalben herum, um aus dem verworrenen Geſumme von Reden irgend eine beſtimmtere Notiz über den Stand der Dinge zu erhaſchen. Folgendes waren ungefähr die Worte, die er auf ſeinem ganzen Gange vernehmen konnte.

„Jetzt iſt er entdeckt,“ rief Einer,„der ſchändliche Betrug dieſer Schufte, welche behaupteten, es ſei weder Brod noch Mehl, noch Getreide da. Jetzt ſieht man die Sache klar und deutlich, und jetzt können ſie uns keinen Bären mehr aufbinden. Es lebe der Ueberfluß!“

„Ich ſage Euch, das Alles iſt den Mäuſen gepfiffen,“ ſagte ein Anderer;„es hilft nichts, und man wird es ſogar noch ſchlimmer machen, wenn man nicht für eine tüchtige Juſtiz ſorgt. Das Brod wird allerdings wohlfeil werden, aber ſie werden Gift hineinmiſchen, ſo daß die armen Leute umfallen wie die Mücken. Dieſe Herren ſagen ſchon lange, wir ſeien unſer zu viele; ſie haben es in der Kommiſſion ausgeſprochen und ich weiß das gewiß, denn ich habe es mit meinen eigenen Ohren von einer meiner Gevatterinnen gehört, die mit einem Verwandten eines Küchenjungen eines dieſer Herren gut Freund iſt.“

Schreckliche, nicht wiederholbare Flüche ſtieß mit ſchäumendem Mund ein Anderer aus, der mit der einen Hand den Zipfel ſeines Schnupſftuchs auf die zerſauſten blutigen Haare hielt. Und ein Nachbar bildete, gleichſam um ihn zu tröſten, ſein Echo.

„Platz, Platz, ihr Herrn, wenn's gefällig iſt: Laßt einen armen Familienvater durch, der fünf Kindern etwas zu eſſen bringt!“ So ſprach Einer, der unter einem großen Mehlſack einhertaumelte, und Jeder beeiferte ſich zurückzu⸗ treten, um ihm Platz zu machen.