Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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Stehenden durch Geſchrei, Grimaſſen und Geberden zu verſtehen, daß ſie ihren Unfug unterlaſſen ſollten; ſie zeig⸗ ten ſogar die Steine und machten Miene, ſie hinabwerfen zu wollen. Als ſie ſahen, daß dies nichts half, begannen ſie wirklich zu werfen. Auch traf nicht ein einziger fehl, denn das Gedränge war ſo groß, daß, wie man zu ſagen pflegt, nicht einmal ein Hirſekorn hätte zur Erde fallen können.

„Ha, ihr Hallunken! ha, ihr Schurken! Iſt das das Brod, das ihr den armen Leuten bietet! O weh! o weh! aber wartet nur! es kommt jetzt an uns!“ So heulte man von unten herauf. Mehr als Einer wurde übel zugerich⸗ tet; zwei Jungen blieben todt liegen. Die Wuth ſteigerte die Kräfte der Menge, die Thürpfoſten, die Gitter wurden abgeriſſen, und nun drang der Strom durch alle Päſſe hinein. Als die Diener die dringende Gefahr ſahen, ſto⸗ hen ſie eiligſt auf den Dachboden: der Hauptmann, die Hellebardiere und einige vom Haus verkrochen ſich unter den Ziegeln; Andere ſtiegen zu den Dachlucken hinaus und kletterten wie die Katzen auf den Dächern herum.

Der Anblick der Beute macht die Sieger die blutigen Rachepline vergeſſen. Sie werfen ſich über die großen Kiſten her, das Brod geht in die Rappuſe. Einer da⸗ gegen beeilt ſich, vom Geldſchranke das Schloß los zu machen, er bemächtigt ſich der Schaalen, greift mit beiden Händen zu, ſchiebt ſeine Taſchen voll und entfernt ſich mit Geloſtücken beladen, um hernach auch noch Brod zu ho⸗ len, im Fall ſolches übrig bleiben ſollte. Die Menge verbreitet ſich in den innern Magazinen; es werden Säcke angepackt und weggeſchleppt. Einer ſtürzt einen ſolchen um, öffnet ihn und ſchüttet einen Theil des Mehles aus, bis nur noch ſo viel darin iſt, daß er ſelbſt es tragen kann; ein Anderer ruft:„Wart, wart!“ und gibt ſich daran mit Tüchern, mit ſeinen Kleidern Eiwas von dem verſchwendeten Gute zu erraffen; dort ſtürzt Einer über einen Backtrog her und ergreift einen Klumpen Teig, welcher