Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn. (1851)
Entstehung
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die deutlichſten Worte in dem wilden Geſchrei, mit wel⸗ chem die Menge dieſe Aufforderung beantwortete.

„Seid doch vernünftig, Kinder, nehmt Euch wohl in Acht, noch iſt es Zeit! Marſch! fort! Geht nach Hauſe! Ihr ſollt Brod haben; aber das iſt nicht die rechte Art es zu verlangen. He, he, was macht Ihr denn da un⸗ ten? Was wollt Ihr da an der Thüre? Nicht doch, nicht doch! Ich ſehe Alles, mir entgeht Nichts, ſeid vernünftig! Nehmt Euch in Acht! Es iſt ein ſchweres Verbrechen. Wartet, ich komme ſogleich. He, he, hinweg mit dieſen Eiſen! Die Hände am Leib gehalten! Gott ſtehe mir bei! Seid Ihr auch Mailänder Bürger, die man in der gan⸗ zen Welt wegen ihrer Ordnungsliebe rühmt? Hört mich an! hört mich an! Ihr waret doch immer gute Kin. Ha die Kanaillen!“

Dieſes plösliche Umſchlagen des Styls wurde durch einen Stein verurſacht, der aus den Händen eines der gu⸗ ten Kinder an die Stirne des Hauptmannes auf die linke Erhöhung des metaphyſiſchen Tieffinnes flog.„Kanaillen! Kanaillen!“ fuhr er zu ſchreien fort, indem er in größter Haſt das Fenſter zuſchlug und ſich zurückzog. Aber, wenn er auch mit der vollen Kraft ſeiner Kehle geſchrieen hätte, ſo würden doch ſeine Worte, die gütlichen ſowohl als die— zornigen, auf halbem Weg in der Luft zerfloſſen und, zu⸗ rückgedrängt durch das wirre Geſchrei, das von unten kam, verloren gegangen ſein. Das, was er eben zu ſehen be⸗ hauptete, war ein großes Arbeiten mit Steinen, eiſernen Wertzeugen, den erſten beſten, die ſie ſich auf dem Wege hatten verſchaffen können, und womit ſie nun an die Thü⸗ ren und Fenſter pochten, um Alles einzuſchlagen und die S loszureißen; auch war dieſes Werk bereits weit ge⸗ diehen.

Inzwiſchen gaben die Herren und die Diener des La⸗ dens, die mit einem Vorrath von Steinen— denn ſie hatten wahrſcheinlich das Pflaſter im Hof aufgeriſſen— an den Fenſtern im obern Stock erſchienen, den unten

„