Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1851)
Entstehung
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ſehen, und von jenem andern, der an der Wirthshaus⸗ thüre geſtanden; aber wie konnte man aus einer ſo trocknen Thatſache viel Aufklärung ſchöpfen? Man fragte zwar auch den Wirth, wer am vorigen Abend bei ihm geweſen ſei; aber der Wirth erinnerte ſich kaum noch, an dieſem Abend Gäſte gehabt zu haben und ſchloß immer mit ſeinem alten Spruch:„Das Wirthshaus ſei ein Seehafen.“ Was die Köpfe noch am meiſten verwirrte und die Leute in verſchiedenen Muthmaßungen am mei⸗ ſten irreführte, das war jener Pilger, welchen Stefano und Carlandona geſehen hatten, jener Pilger, welchen die Räuber ermorden wollten, und der mit ihnen fortgegan⸗ gen oder von ihnen fortgeſchleppt worden war. Was hatte dieſer gewollt? Er war ein guter Geiſt, der er⸗ ſchienen war, um den Frauen zu heifen; er war der böſe Geiſt eines ſchurkiſchen, betrügeriſchen Pilgers, der immer bei Nacht kam, um in Verbindung mit ſolchen zu treten, die das Nämliche thaten, was er zu ſeinen Lebzeiten ge⸗ than hatte; er war ein leibhaftiger und wahrer Pilger, welchen die Räuber hatten ermorden wollen, weil er Miene machte, das Dorf aufzuwecken; er war(man ſehe doch, an was Alles nicht die Leute denken!) er war ſelbſt einer dieſer Hallunken und bloß als Pilger vermummt; er war

dieſes, er war jenes, er war ſo viel, daß der Graue mit

all ſeinem Scharfſinn und all ſeiner Erfahrung nicht hätte ermitteln können, wer er war, wenn er ſich dieſen Theil der Geſchichte aus den Reden Anderer hätte erklären müſſen. Aber wie der Leſer bereits weiß, das w die Geſchichte für Andere verwickelt machte, war für ihnFrade das Klarſte daran: er benützte das als Schlüſſel, um die andern, unmittelbar von ihm ſelbſt und mittelſt unter⸗ geordneter Kundſchafter eingeſammelten Nachrichten aus⸗ zulegen, und ſo vermochte er aus Allem zuſammen einen ziemlich deutlichen Vericht für Don Rodrigo abzufaſſen. Dieſer ſchloß ſich ſogleich mit ihm ein, und nun erzählte ihm der Graue den Verſuch der armen Verlobten, worin die ganz natürliche Erklärung dafür lag, daß er und ſeine Lente das Haus leer gefünden und daß man Sturm