Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1851)
Entstehung
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ſtörten Geſichtes, mit einer Gemüthsbewegung, die ihn zur Aufrichtigkeit ſtimmte, nach Haus zurückkehrte, ſeinem Weib die Sache nicht verſchweigen, und ſein Weib war nicht ſtumm. Wer am wenigſten ausplauderte, war Menich; denn kaum hatte er ſeinen Eltern den Zweck ſeiner Sendung mitgetheilt, als dieſe in der größten Angſt darüber, daß ihr Sohn dazu beigetragen haben ſollte, ein Unternehmen des Don Rodrigo zu vereiteln, den Jungen ſeine Erzählung kaum vollenden ließen. Sie befahlen ihm jetzt unter den ſtärkſten Drohungen, daß er ſich wohl hüten ſolle, auch nur ein Wörtchen davon verlauten zu laſſen, und am folgenden Morgen be⸗ ſchloſſen ſie, da ſie ſich noch nicht genugſam geſichert ſahen, ihn auf ein paar Tage in's Haus zu ſperren. Aber wie? Sie ſelbſt ſchwatzten darauf mit den Leuten aus dem Dorfe, und ohne daß ſie ſich den Anſchein geben wollten, mehr als Andere zu wiſſen, konnten ſie ſich's dennoch, wenn man auf den dunkeln Punkt der Flucht unſerer drei armen Leutchen, auf das Wie, Warum und Wohin zu reden kam, nicht verſagen, als etwas ganz Bekanntes hinzuwerfen, daß ſie nach Pescarenicv ge⸗ flohen ſeien. So wurde auch dieſer Umſtand ein Stoff allgemeinen Geſprächs.

Aus all dieſen Fetzen von Notizen, welche man denn üblicher Maßen zu einem Ganzen zuſammenflickte und beim Zuſammennähen natürlicherweiſe noch mit allerlei Franzen ausſchmückte, hätte ſich eine Geſchichte von als gewöhnlicher Wahrſcheinlichkeit und Klar⸗ heit Fachen laſſen, womit ſelbſt der zweifleriſchſte Krittler ſich hätte begnügen fönnen. Aber jener Einbruch der Bravi, ein allzu wichtiges und allzu geräuſchvolles Er⸗ eigniß, als daß man es hätte übergehen können, während doch Niemand etwas Beſtimmtes davon wußte, gerade dieſes Ereigniß machte die Geſchichte am dunkelſten und verworrenſten. Man murmelte den Namen Don Rodri⸗ go's; darin war Alles einig; im Uebrigen aber herrſchte Zweifel und Uneinigkeit. Man ſprach viel von den bei⸗ den Bravi, die man gegen Abend auf der Straße ge⸗