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wenig lächerlich zu finden. Don Rodrigo aber, welchen die Sache näher anging und der in dem Augenblick, wo er einen großen Schlag auszuführen gehofft, eine ſo auf⸗ fallende Niederlage erlitten hatte, wurde von ſtärkeren Leidenſchaften erregt und von läſtigeren Gedanken ge⸗ quält.„Es wird eine ſchöne Klatſcherei geben,“ ſagte er,„unter dieſem Lumpenvolk in der ganzen Umgegend; aber was liegt mir daran? die Juſtiz verlache ich, Be⸗ weiſe ſind nicht vorhanden, und wenn auch ſolche vor⸗ handen wären, ſo würde ich gleichfalls darüber lachen; nichtsdeſtoweniger habe ich dem Schulzen heute frühe bedeuten laſſen, daß er ſich wohl hüten ſolle, von dem Vorfall Meldung zu machen. Es würde zwar nichts dabei herauskommen, aber ſolche Klatſchereien ärgern mich, wenn ſie ſich in die Länge ziehen. Es iſt ſchon mehr als genug, daß ich auf eine ſo heilloſe Weiſe geprellt worden bin.“
„Ihr habt ſehr wohl daran gethan,“ antwortete Graf Attilio,„dieſer Euer Podeſta, ein großer Starr⸗ kopf, ein Einfaltspinſel und langweiliger Schwätzer von einem Podeſta, iſt bei allem dem ein Ehrenmann, ein Mann, der ſeine Pflicht kennt, und gerade, wenn man mit ſolchen Leuten zu thun hat, muß man ſich ſehr hüten, ſie in Verlegenheit zu bringen. Wenn ein Lump von einem Schulzen eine Anzeige macht, ſo kann der bei der beſten Geſinnung dennoch nicht um⸗
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„Ihr aber,“ fiel Don Rodrigo etwas zornig ein, „Ihr verderbt mir den Handel damit, daß Ihr ihm beſtändig wiverſprechet, ihm über's Maul fahret und ihn gelegentlich noch verhöhnet. Zum Teufel, könnt Ihr einen Podeſta nicht ein ſtarrköpfiges Vieh ſein laſſen, wenn er nur im Uebrigen ein Ehrenmann iſt2“
„Wißt Ihr, Vetter,“ ſagte Graf Attilio, indem er ihn mit einem Blick ſpöttiſcher Verwunderung anſah, „wißt Ihr, daß ich zu glauben anfange, daß Ihr ein wenig Angſt habt? Betrachtet Ihr ſogar den Podeſta als eine ernſthafte Perſon...
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