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ihn heraus bekomme, und wir kommen ihm gewiß auf die Spur, dann will ich ihn Dir zurichten; ich ſage Dir, Grauer, ich prügele ihn lederweich.“
„Auch mir, Herr,“ ſagte der Graue,„iſt ein ſol⸗ cher Verdacht in den Sinn gekommen! und wenn es wahr wäre, wenn ein Hollunke dieſer Art entdeckt würde, ſo gebt ihn getroſt in meine Hände. Demjenigen, der ſich das Vergnügen gemacht hat, mir eine Nacht wie dieſe da zu bereiten, möchte ich den Lohn nicht ſchul⸗ dig bleiben. Inzwiſchen glaube ich aus dem Ganzen ſchließen zu können, daß noch irgend eine andere Ver⸗ wirrung los iſt, die man bis jetzt nicht begreifen kann. Herr, morgen wird man das klare Waſſer ehen.“
„Ihr ſeid doch wenigſtens nicht erkannt worden?“
Der Graue antwortete, er hoffe nicht, und die Unterredung ſchloß damit, daß Don Rodrigo ihm für den morgigen Tag dreierlei Dinge befahl, woran dieſer wohl von ſelbſt gedacht hätte: In aller Frühe zwei Männer abzuſchicken, um dem Schulzen jene Mahnung zu ertheilen, welche ihm, wie wir geſehen haben, wirk⸗ lich zukam; zwei Andere nach dem verfallenen Häus⸗ chen, um ſich in der Nähe deſſelben herumzutreiben, jeden Müßiggänger, der etwa des Weges käme, entfernt zu halten, und die Sänfte bis zur nächſten Nacht allen Blcken zu entziehen; früher nämlich konnte ſie nicht abgeholt werden, da man natürlich alle verdächtigen Bewegungen vermeiden müßte; endlich ſollte der Graue ſelbſt auf Kundſchaft ausgehen und auch einige Andere von den Gewandteſten und Verſchlagenſten ausſchicken, um den Urſachen und Folgen dieſer nächtlichen Ver⸗ wirrung auf die Spur zu kommen. Nachdem er ſolche Befehle ertheilt, legte ſich Don Rodrigo ſchlafen und erlaubte dieß auch dem Grauen, indem er ihn unter vielen Lobſprüchen verabſchiedete, aus denen augen⸗ ſcheinlich die Abſicht hervorleuchtete, ihn wieder aufzu⸗ richten und ihm gewiſſermaßen die übereilten Vorwürfe abzubitten, mit denen er ihn empfangen hatte.


