Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1851)
Entstehung
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der ganzen Burg bin wahrhaftig ich... daß ſie zu Zuflucht nehmen und ſich aufs Bitten legen wird.“ Während er dieſe ſchönen Berechnungen anſtellt, vernimmt er Fußtritte, geht ans Fenſter, öffnet ein klein wenig, ſtreckt den Kopf vor; fie ſind's. Und die Sänfte? Teufel! wo iſt die Sänfte? drei, fünf, acht; ſie ſind es alle; auch der Graue iſt dabei; aber die Sänfte iſt nicht da: Teufel, Teufel, der Graue ſoll mir Rechenſchaft geben!

Als ſie hereingetreten waren, ſtellte der Graue ſeinen Pilgerſtab in eine Ecke der untern Stube, legte Hut und Pilgermantel ab und ging ſodann, wie ſeine amtliche Stellung es erheiſchte, um die ihn in dieſem Augenblick Niemand beneidete, fort, um Don Rodrigo ſeinen Bericht abzuſtatten. Dieſer erwartete ihn oben auf der Treppe, und als er ihn mit dem verdutzten und verblüfften Geſichte des betrogenen Schurken er⸗ ſcheinen ſah, fagte er, oder ſchrie ihm vielmehr zu: „Nun, Herr Eiſenfreſſer, Herr Hauptmann, Herr „laßt nur mich machen?“

„Es iſt hart,“ antwortete der Graue, indem er den einen Fuß auf der oberſten Treppe ſtehen hatte,

„es iſt hart, Vorwürfe einzuernten, nachdem man ge⸗

treulich gearbeitet, vollkommen ſeine Schuldigkeit ge⸗ than und ſogar ſeine Haut zu Markte getragen hat!“

„Wie iſt's gegangen? Laß hören, laß hören,“ ſagte Don Rodrigo und ging nach ſeinem Zimmer. Der Graue folgte ihm und erzählte umſtändlich Alles, was er angeordnet, gethan, geſehen und nicht geſehen, ge⸗ hört, gefürchtet, verhütet hatte, und zwar erſtattete er ſeinen Bericht in der Ordnung und Verwirrung, Zwei⸗ felhaftigkeit und Betäubung, welche nothwendig alle zuſammen in ſeinen Ideen herrſchen mußten.

„Du biſt nicht Schuld daran und Du haſt Dich gut gehaiten,“ ſagte Don Rodrigö.„Du haſt Dein Mög⸗ kichſtes gethan; aber, aber, aber wenn unter dieſem Dache ſich ein Spion befände! wenn einer da iſt, wenn ich