Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1851)
Entstehung
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hunderts in dieſem Lande kennzeichnet. Wahrhaftig, dergleichen Dinge darf man heutigen Tags dem Leſer nicht mehr bieten: er iſt zu bewandert und will von ſolchen Extravaganzen Nichts wiſſen. Ein Glück, daß mir dieſer gute Gedanke ſchon im Anfang der unſeligen Arbeit gekommen iſt, und ſo waſche ich denn meine Hände.

Ich wollte eben die Scharteke ſchließen und weg⸗ legen, aber es that mir weh, daß eine ſo ſchöne Ge⸗ ſchichte gänzlich unbekannt bieiben ſolltez denn was die Geſchichte betrifft, ſo mag zwar der Leſer vielleicht anderer Meinung ſein, aber ich hatte ſie höchlich inter⸗ eſſant gefunden. Warum, dachte ich, ſollte man nicht die Thatſachen dem Manuſeript entnehmen, den Stil aber verbeſſern? Da ſich kein vernünftiges Warum darbot, ſo war der Entſchluß bald gefaßt. Und das iſt denn der Urſprung des vorliegenden Buches, mit einer Aufrichtigkeit dargelegt, welche der Wichtigkeit des Wer⸗ kes ſelbſt entſpricht.

Inzwiſchen hatten uns einige dieſer Thatſachen, gewiſſe Gebräuche, die unſer Autor ſchildert, ſo neu, ſo ſeltſam, um nichts Aergeres zu ſagen, geſchienen, daß wir, ehe wir ihm Glauben ſchenkten, zuvor andere Zeugen befragen wollten, und ſo haben wir uns denn die Mühe genommen, die Denkwürdigkeiten jener Zeit durchzuſtöbern, um uns zu vergewiſſern, ob es damals wirklich auf ſolche Art in der Welt zugegangen ſein ſollte. Dieſes Studium löslte alle unſere Zweifel: auf jedem Schritt und Tritt ſtießen wir auf ähnliche, ja noch ſtärkere Dinge, und was uns noch entſcheidender ſchien, wir haben ſogar einige ausgezeichnete Perſonen wieder gefunden, deren ganze Exiſtenz wir, da wir außer unſerem Manuſcript durchaus keine Notiz von ihnen beſaßen, vezweiſelt hatten. Wir werden auch gelegenttich das eine und andere dieſer Zeugniſſe an⸗ führen, um ſolchen Dingen Glauben zu verſchaffen, die den Leſer vielleicht etwas zu ſtark bevünken möchten.