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vorliegende Geſchichte aus dieſem verwaſchenen und zerkritzelten Manuſcript abzuſchreiben, und dieſelbe, wie man zu ſagen pflegt, an's Licht gebracht haben werde, wird ſich dann auch wohl Jemand finden, der ſich die Mühe nimmt, ſie zu leſen? Dieſe zweifleriſche Betrachtung, welche bei der ſchwie⸗ rigen Entzifferung eines hinter dem Worte„Nebenſachen“ befindlichen Schnörkels in mir auftauchte, veranlaßte mich, beim Abſchreiben innezuhalten und ernſtlicher nachzu⸗ ſinnen, was ſich zu thun gebühre.— Es iſt wohl wahr, ſagte ich, im Manuſtripte herumblätternd, zü mir ſelbſt, es iſt wohl wahr, daß dieſer Hagel von Redeblumen und Figuren ſich nicht durch das ganze Werk hinzieht. Der gute Autor aus dem fiebzehnten Jahrhundert hat gleich von vorn herein ſeine Talente ein wenig zur Schau tragen wollen; aber im Verlauf der Erzählung und zuweilen lange Strecken hindurch nimmt der Stil einen weit natürlicheren und ſchlichteren Gang an. Ja, aber wie alltäglich, wie plump, wie incorrect iſt er nicht! Lombardiſche Idiotismen die ſchwere Menge, unpaſſende Redensarten, willkürliche Grammatik, un⸗ gefugige Sätze. Hin und wieder iſt ſpaniſche Zierlich⸗ keit eingeſtreut; und dann, was noch ſchlimmer iſt, bei den ſchrecklichſten und rührendſten Stellen der Geſchichte, bei jeder Gelegenheit Verwunderung zu erregen oder zu denken zu geben, kurz bei all den Abſchnitten, welche ein Bischen Rhetorik, aber eine gediegene, feine, ge⸗ ſchmackvolle Rhetorik erfordern, ermangelt er nicht, von ſeiner im Eingang erwähnten Art hinzuzuthun. Indem er ſodann mit wunderbarer Greſchicklichkeit zwei ſchein⸗ bar ſo entgegengeſetzte Eigenſchaften vereinigt, iſt er Manns genug, auf einer und derſelben Seite, in einem und demſelben Satze, in einem und demſelben Ausdruck ſich plump und überkünſtlich zu zeigen. Man ſehe ein⸗ mal her: ſchwülſtige Declamationen, zuſammengeſetzt aus alltäglichen Solöcismen, und allüberall jene ge⸗ ſuchte Plumpheit, welche die Schriften Jahr⸗


