die Umriſſe ſeiner Geſtalt und das friſche, aber männ⸗ liche Antlitz verriethen, daß er kaum vierzig Sommer erlebt haben konnte.
Als der Sergeant mit ſeinen Begleitern in den Hof trat, warf er einen Blick über das dort herrſchende Getümmel und entdeckte ſogleich den Indier. So raſch, als es das Gewühl zuließ, ſchritt er auf den Krieger zu. Dieſer kehrte der ganzen Scene den Rücken und achtete erſt dann auf diejenigen, welche mit ihm ſprechen wollten, als der Sergeant ihn durch einen leichten Schlag auf die Schulter aus dem Strome ſeiner Ge⸗ danken erweckte.
Der Indier wendete ſich raſch um, erkannte den
Sergeanten und grüßte ihn lächelnd mit einer leichten Bewegung des Hauptes. Doch lag in dieſem Gruße eine gewiſſe Ueberlegenheit, die er gegen den Soldaten zeigte, deſſen niedern Rang er wohl zu beurtheilen ver⸗ ſtand und den er auch im Verhältniß zu den höheren Perſonen, die ihn, ſeiner Treue und ſeines hohen Mu⸗ thes wegen, ihres Vertrauens würdigten, ſehr wohl als einen Untergeordneten zu behandeln verſtand.
»Hier ſind Fremde, Häuptling, welche Eurer Hilfe bedürfen und Euch zu ſprechen wünſchen,« ſagte der Sergeant ernſt. In Folge des gebieteriſchen Weſens, wel⸗ ches der Häuptling gegen Leute ſeines Gleichen zu ihrem


