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etwa zweihundert Schritte ins Gevierte haltenden Hof, in deſſen Mitte ein Brunnen befindlich war, den man mit einer ſteinernen Einfaſſung umgeben hatte. In die⸗ ſem Hofe und beſonders in der Nähe des Brunnens war ein ſo dichtes Gewühl von Menſchen, die ſich da lärmend umhertrieben, daß man keinen Schritt zu machen im Stande war, ohne auf einander zu ſtoßen, oder ſich gegenſeitig zu hindern. Die Soldaten welche erſt vor wenigen Stunden hier angekommen waren, hatten ihr Abendbrod verzehrt und beſchäſtigten ſich jetzt damit, ihre Waffen und Kleider zu reinigen und für den nächſten Tag, an welchem Raſt gehalten wurde und Parade ſtattfinden ſollte, in Stand zu ſetzen.—
In einer Mauerecke auf einem erhöheten Platze ſtand
ein Weſen, das allein dieſem Getümmel völlig fremd zu
ſein ſchien. Es war einer jener edelausſehenden india⸗ niſchen Krieger, wie man ſie jetzt faſt gar nicht mehr in Amerika antrifft, wenigſtens nur in Gegenden, die noch von dem zerſtörenden Fortſchritt der Niederlaſſungen voll⸗ kommen unberührt ſind. Obgleich er beſtändig als Bun⸗ desgenoſſe der Engländer mit engliſchen Kriegern, beſon⸗ ders mit Offizieren im Umgang war, hatte er doch nichts von der wilden Größe und edlen Würde eines Häupt⸗ lings verloren. Doch lag in ſeinem Weſen etwas Zu⸗ rückhaltendes und er blickte ernſt und ſchweigſam mit untergeſchlagenen Armen hinaus über die Mauerbrüſtung


