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und blickt gerne auf Gegenſtände, die dem gefühlvollen Herzen ein erfreulicheres Gemälde darbieten.
In der vollſten Kraft des Lebens, erfüllt von den edelſten Vorſätzen und den ſchönſten Hoffnungen, über⸗ nahm Munorvah die Zügel der Regierung, um ſein tapferes, aber gedemüthigtes Volk dem Leben der Ge⸗ ſittung allmählig entgegen zu führen, ihm durch euro⸗ päiſche Lehrer den Ackerbau und die Künſte der gebil⸗
deteren Menſchen lehren zu laſſen. Die Kaffern ſollten
unter ſelbſt gegebenen Geſetzen und unter ſeiner Regier⸗ ung leben und durch ihn ein Glück genießen, das ſie noch nicht kannten und deshalb, wenn ſie es einſt erlangt hätten, nur um ſo höher zu ſchätzen wüßten. Ein Mann ſtand ihm zur Seite, der eine Probe abgelegt hatte, wie das zu Stande zu bringen wäre, wenn der große Gedanke mit Ernſt und Beharrlichkeit ausgeführt würde. Munorvah wußte den Werth des Miſſionärs zu ſchätzen und verſprach ihm ſeine Mitwirkung und ſeinen eifrig⸗ ſten Beiſtand. Nach dem Friedensſchluſſe verſammelte er ſein Volk im Herzen des Landes an dem Strome, woſelbſt Bethlehem lag. Er ſchilderte den Kaffern mit ergreifender Beredſamkeit die Vortheile der Cultur und die Vorzüge des Chriſtenthums vor der furchtbaren Abgöt⸗ terei, welcher ſie bisher gehuldigt hatten. Zwei Dritt⸗ theile erklärten ſich bereit, ſich belehren zu laſſen und das Chriſtenthum anzunehmen. Rur ein Dritttheil, etwa tau⸗


