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dieſem Bürgerkriege. Die Ueberlebenden waren nun bis auf Wenige entſchloſſen, einen Anführer und König aus Kanghos Stamme zu wählen und Munorvah wurde zum Fürſten ausgerufen, als derjenige, der mit dem beſten Rechte die Würde des Gemordeten tragen könnte. Das Heer war jedoch jetzt zu ſehr geſchwächt, als daß es gegen die Engländer mit Hoffnung auf Erfolg etwas hätte unternehmen können. Mehrere der angeſehenſten Krieger begaben ſich deshalb in das engliſche Lager, machten den Oberanführer der Britten mit den Ereig— niſſen bekannt und baten um Einſtellung der Feindſelig⸗ keiten. Die Britten waren durch die unaufhörlichen An⸗ griffe der Kaffern und durch eine peſtartige Krankheit, welche in ihren Reihen wüthete, geſchwächt und durch das gänzlich erfolgloſe Blutvergießen, durch Strapatzen und Entbehrungen aller Art mitten in einem ſo unge⸗ ſunden und gefährlichen feindlichen Lande ermattet und des Krieges völlig müde. Mit Freuden murde dieſer
Vorſchlag eines Waffenſtillſtandes aufgenommen und
genehmigt. Bald hernach traf Munorvahs Bote ein und nun wurden die günſtigen Umſtände benützt, um einen vortheilhaften Frieden abzuſchließen.
So endigte ein fünfjähriger an ſchrecklichen Vor⸗
fällen reicher Krieg. Der Menſchenfreund wendet ſein Auge von dieſen blutigen Ereigniſſen mit Wehmuth ab,


