eine ſtille Ehrerbietung jenen hohen Rang übertrugen, den vor ihm Kangho mit ſo viel Recht und Würde ein⸗ genommen hatte. Ehedem war es eine Schaar von mehreren tauſend Männern; jetzt war ſie bis auf wenige Hunderte zuſammengeſchmolzen. Die Gebeine der übri⸗ gen lagen unbeerdigt. Sie ſchliefen lange ſchon und ihre Geiſter waren nach ihren Begriffen in glücklichere Gefilde hinüber gegangen, die ihnen durch die Habſucht und den Uebermuth mächtigerer Fremdlinge nicht mehr ſtreitig gemacht wurden.
»Alſo durch die mörderiſchen Hände deines eigenen Volkes mußteſt du fallen, edler Bruder!« rief Munorvah voll Kummer und Wehmuth.»War keine feindliche Kugel geſchickt genug gerichtet, um dein Herz zu zerrei⸗ ßen und dieſe Schmach von unſerem Volke abzuwenden. Wie werden die Fremden jubeln, wenn ſie hören, Kangho iſt nicht mehr, er, deſſen Name ſchön hinreichte, um ſie zittern zu machen. Es gibt kein Glück und keine Ehre mehr, denn die Kaffern haben den Edelſten und Tapferſten ihrer Nation meuchleriſch erſchlagen.«
So jammerte Munorvah und die tapfern Männer, von denen er umringt war, theilten ſeinen gerechten Schmerz. Endlich ſprach der Häuptling, der das Schick⸗ ſal des Königs berichtet hatte:
»Meine Nachrichten ſind noch nicht zu Ende, mein Herrſcher. Du weißt, daß wir der Uebermacht weichen
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