0„
kein Mann mehr übrig ſein würde, der das Schickſal ſeiner Brüder den Zurückgebliebenen berichten könnte, gaben ſie Kangho's Feinden Gehör. Dieſe flüſterten den Kriegern Verleumdungen über den großen König ins Ohr und es gelang ihnen, das Herz des Volkes von ihm abwendig zu machen. Nur deine Schaar, o Munoroah, blieb ihm treu. Wir bewachten den König mit ſorgſamem Auge. Wir kannten ſeine Feinde und nur die Scheu vor uns hielt ſie ab, ihm das Leben zu rauben. Aber die nach Kangho's Blut dürſtenden Häuptlinge der andern Stämme raſteten nicht und bald gelang es ihnen, den Aufruhr gegen Kangho zu ent⸗ flammen. An einem Morgen, als Kangho das Heer dem Feinde entgegen führen wollte, verſagten ihm alle Stämme, uns ausgenommen, den Gehorſam. Der Kö⸗ nig gerieth in Zorn und forderte die Häuptlinge auf, ſeinen Willen zu thun. Allein dieſe traten höhnend in die Reihen ihrer Untergebenen zurück. Das düſtere unheilverkündende Gemurmel erhob ſich ſchnell zum wü⸗ thenden Geheul und ehe wir es hindern konnten„ ſank Kangho, der allein und unbeſchützt ihnen gegenüber ſtand und ſie, auf's Höchſte entrüſtet, mit erhobener Hand bedrohte, von unzähligen Kugeln und Pfeilen durchbohrt, zu Boden. Sobald dieſe ſchreckliche That geſchehen war, ertheilte ich den Meinigen den Befehl zum Angriff. Aber es war zu ſpät, dein edler Bruder


