168
Kirchlein innerhalb der neuangelegten Verſchanzungen. Wilberforce war in der Kirche, tröſtete die hier verſam⸗ melten Frauen und Kinder und ordnete alles zur nach— drücklichſten Vertheidigung an. Etwa zwanzig rüſtige Männer ſtanden wachehaltend am Fuße des Hügels, wo ſie jede Gefahr zu erkennen vermochten. Alle übri⸗ gen hatten die gegen das Gebirge hin liegenden wich— tigſten Punkte beſetzt und beobachteten von hier aus die Straſſe, die von dort in das Thal hinab führte. Es war ein erfreuliches Zeichen, daß die Cultur und das Chriſtenthum den hohen natürlichen Muth dieſer Afrikaner eher erkräftigt, als geſchwächt hatte, ſtatt dieſe an dem Manne ſo ſchätzenswerthen Eigenſchaften u unterdrücken oder ihnen etwas davon zu rauben. Ihre ehemalige wilde Blutgier wurde jetzt durch chriſt⸗ liche Ergebung und Ruhe erſetzt und es war unter all' dieſen guten Menſchen nicht Einer, der nicht mit Freu⸗ digkeit ſeine ganze Kraft, ja ſelbſt ſein Leben hingegeben hätte, wenn der Augenblick ein ſolches Opfer fordern würde. Mit Gelaſſenheit ergaben ſie ſich in das droh⸗ ende Schickſal; ſie hatten einſehen gelernt, daß nichts über ihre friedlichen Fluren kommen könnte, was nicht von Gott geſendet wäre. Sie hatten ſich gewöhnt, alles den Führungen einer höheren Leitung zuzuſchreiben und dieſe wahrhaft chriſtliche Geſinnung bewahrte ſie vor


