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Der Missionair : Originalerzählung : zur Belehrung und Unterhaltung für die Jugend und ihre Freunde / von Philipp Koerber.
Entstehung
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Angſt und Klagen, die beide in Augenblicken der Prü⸗ fung dem wahren Chriſten nicht geziemen.

Wir verlaſſen jetzt den Miſſionär mit ſeiner kleinen aber wohlgerüſteten Schaar und folgen Munorvah, der ſeine Krieger dem Gebirge zuführte. Bald gelangte er an den Fuß desſelben. Hier beginnt eine dichte maje⸗ ſtätiſche Waldung, durch welche eine breite Straſſe gehauen worden war. Kein andrer Weg lief durch die⸗ ſen von unzähligen Quellen und Bächen bewäſſerten Forſt und Munorvah fand es aus dieſem Grunde nöthig, ſeinen Begleitern Vorſicht und Stille anzuempfehlen, damit ſie ſich nicht ſelbſt verrathen möchten, wenn man mit den Fremden früher, als er es möglich glaubte, hier zuſammentreffen ſollte. Geräuſchlos zogen die tapferen Krieger durch dieſe Wildniß. Nach Verlauf mehrerer Stunden, in denen der Marſch immer bergan ging, lichtete ſich die Waldung lund die Kaffern kamen nun an das hier jäh emporſteigende Gebirge, zwiſchen deſſen felſigen Wänden der Weg in manichfaltigen Krümmun⸗ gen zur Höhe hinan lief.

An dieſem Abhang ſtanden zwei Felſen einander gegenüber, die unerſteigliche Wände bildeten. Die üp⸗ pige Vegetation dieſes merkwürdigen Landes hatte das nackte Geſtein mit Grün überzogen. Bäume ragten aus den Spalten und Riſſen hervor und Moos und Schling⸗ gewächſe überzogen die jähen Wände. Zwiſchen die⸗