von der Welt die Wohlthaten erzählt, welche ſeine Ge⸗ vatterin vom König empfangen hatte. Eines ſolchen Be⸗ ſchützers ſeiner Miethsfrau hatte ſich Herr Zankerl frei⸗ lich nicht verſehen, und er dachte nun an keine Klage
gegen die Loy mehr, ſondern er lief ſpornſtreichs nach
der Au zur Mender ſelbſt, widerrief eiligſt die Aufkün⸗ digung, entſchuldigte ſich mit kriechender Höflichkeit wegen ſeiner geſtrigen Härte und war ſchon wieder auf und da⸗ von, als endlich nach zwölf Uhr die Loh, mit der Wäſche und Niklas nach Hauſe zurückkehrten.
Wer kann ſich die Freude vorſtellen, welche Alle empfanden, die Ueberraſchung, in welche Niklas und die Loy geriethen? wer die Segenswünſche wiederholen, wel⸗ che aus der Hütte für den guten König emporſtiegen? Die Mender wurde geſund und acht Tage ſpäter ging ſie, begleitet von ihrem Gevatter Dentinger als dem Vor⸗ mund ihrer Kinder, zu Vater Max. Der König ſtellte die arme Frau ſeiner Gemahlin vor und beide erlauchte Perſonen empfingen mit Wohlgefallen die Dankesäuße⸗ rungen der beglückten Familie.
Die durch den edlen und wohlthätigen Monarchen beglückten Menſchen entfernten ſich zu Thränen gerührt und laute Segenswünſche rufend aus der Reſidenz.
Im kleinen Häuschen daheim waltete aber die gute Loy. Sie war heute mit der Bereitung eines zwar ein⸗ fachen aber guten Mittagsmahles emſig beſchäftigt, da der
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