Druckschrift 
Der arme Niklas : eine Erzählung für die Jugend / von Philipp Körber.
Entstehung
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nicht gut. Ich necke ſie nicht, aber kaum iſt's Eſſen vorbei, ſo ſchreit das Eine: Mama, Papa! das andere will gor zur Mutter hinein, welche doch ſo krank iſt, und wenn ich es nicht leide, ſo brüllen ſie den Garten voll. Habe Geduld mit ihnen, es ſind halt Kinder und nicht ſo klug, wie du, ſagte die Loh gutmüthig. Niklas ſagt, die Mutter ſei krank geworden, weil wir ſo viel Brod eſſen. Iſt das wahr, Bärbi? fragte Lieſt, in deren Köpfchen ſich etwas gewaltig gegen dieſe Behauptung ihres älteſten Bruders auflehnte. Die Loy brach trotz ihrer traurigen Stimmung in Gelächter aus und ſagte dann:Pardu eben nicht; aber etwas trug es ſchon dazu bei.

Wie geht es drinnen? fragte Niklas, während

die Loy jedem der Kinder noch ein mitgebrachtes Stück⸗ lein Brod zuſteckte, welches auch Niklas annahm, ohne dabei Spuren von beſonders großen Gewiſſensbiſſen zu äußern.

Du wirſt wohl nach einem Doktor gehen müſſen⸗ Die Mutter will's zwar nicht haben, aber ich denke, es iſt beſſer, du rufſt einen Arzt.

So? wird's ſchlimmer? iſt ſie wieder wie todt? rief der Knabe erbleichend, ließ das Brod fallen und ſetzte das Kind auf die Erde, um ſogleich fortzulaufen.