tigte ſie liebkoſend. Als das Kind ruhig an ſeinem Krümchen kaute, ſagte ſie zu Niklas:„Was ſetzeſt dich denn in den Gang zwiſchen den Hecken; es kann ja kein Menſch vorüber!“ „O, jetzt geht da Keins, Mutter, und die Kleinen ſpielen da gern im Sand. Da drinnen hab' ich immer zu hüten, daß ſie nicht auf der Wäſche herumtrampeln.“ „So? nun, ſo bleibt da und ſeid brav! Die Kar⸗ toffeln kochen ſchon und dazu gibt's heute einen guten Kaffee zu Mittag. Alſo freut euch und ſeid brav!“ Damit verließ die Frau eiligſt die Hecke, nachdem ſie Niklas das Kind wieder gegeben hatte, während die Klei⸗ nen jubelnd hüpften und ſprangen, denn in der That war das Verſprechen der Mutter für ſie eine Veran⸗ laſſung zur größten Freude. Kartoffeln und Butter war ſchon ein gutes Mittagseſſen; aber Kaffee bildete eine Zugabe, die den Tag faſt zu einem Feſttag machte.
O wie viele von Euch, ihr lieben Kinderchen, würden eine ſolche Mittagskoſt für eine ganz ärmliche halten, ja
vielleicht damit gar nicht zufrieden ſein! Und Arme, merkt es! freuen ſich, hüpfen vor Freude, wenn ſie das haben! O danket Euren guten Eltern ja recht für die gute kräftige Speiſe, mit der ſie Euch täglich verſorgen;
verſchmähet nie, was Euch vorgeſetzt wird; danket ins⸗
beſondere dem lieben Gott für Eure guten Eltern und
für alles Gute, das Er Euch durch ſie angedeihen läſſet!


