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Der arme Niklas : eine Erzählung für die Jugend / von Philipp Körber.
Entstehung
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Im Innern des Häuschens ſah es recht ärmlich aus; aber trotzdem war dieſe Armuth ſchmuck zu ſchauen.

Das kleine Stübchen, zu welchem die verſchloſſene Thüre

rechts im Hausgange führte, konnte man zwar nicht ſchen; aber die Thüre links ſtand offen und wir erblicken vaſelbſt eine kräftig ausſehende Frau, die an einem großen Zuber mit Waſchen beſchäftigt iſt. Gerade der Haus⸗ thüre gegenüber war die Küche; da brodelten in einem tüchtig geheizten Keſſel die Leinenhemden und die Frau ſpringt von Zeit zu Zeit eiligſt aus dem Stübchen, um unter dem Keſſel Holz nachzulegen, die darin kochende Wäſche mit dem großen hölzernen Löffel umzurühren, einen Blick ins Freie zu werfen und dann ſchnell wieder an ihre Arbeit zu eilen. Sie war hart, dieſe Arbeit, venn der Schweiß troff von der Stirne der Frau und an ihrer Anſtrengung ſah man, daß ſie alle Kraft auf⸗ wendete, um mit ihrem Geſchäft vorwärts zu kommen und alles doch recht gewifſenhaft rein zu machen. So

hätten ihr unſere lieben kleinen Freunde viele Stunden

lang zuſehen können, wie ſie einen Zuber Wäſche nach dem andern aus dem Keſſel holte und die bereits gekochte Wäſche vollſtändig mit fleißigen Händen rein wuſch, dann in einem großen hölzernen Gefäß tüchtig durch⸗ weichte, ausſchwenkte und endlich kräftig ausrang. Eben war ſie über dem letzten Hemde, als plötzlich ein Kind

baut zu weinen begann. Bei dieſem Jammertonder

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