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Täuschungen : historische Novelle / von Heinrich Koenig
Entstehung
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von ſich gethan, und während der ſo aufgeregten Zwiſchenzeit und in der gedankenvollen Eile vor dem letzten Gang des gefälſchten Papiers gänzlich vergeſſen hatte.

Die öffentlichen Vorgänge und ſeine amtliche Sendung nöthigten ihn bei allem Widerwillen des Herzens zur Aufmerkſamkeit und Theilnahme.

Cuſtine war mit ſeinen bis zum nahen Bocken⸗ heim vorgeführten Truppen vom Heere der Preußen, die über Bonames und Eſchersheim vorrückten, nach Rödelheim und dem Niddaer Wäldchen zu⸗ rückgeworfen worden. Auch der König war am Nachmittage auf das Kampffeld hinaus geritten, und eben als Moriz mit den erlangten Papieren

aus dem rothen Hauſe in ſeinen Gaſthof zurück⸗ kehrte, brachten ſechs Mann Soldaten den an

der Seite des Königs ſchwer getroffenen General von Eben in die Stadt. Wunderbares Begegniß! Dieſen Morgen hatte derſelbe Mann den wan⸗

tenden Freund, den er mit einer entſetzlichen Nach⸗ richt erſchütterte, im Sattel feſtgehalten. Die

zudringende Betrachtung über den unbegreiflichen