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Täuschungen : historische Novelle / von Heinrich Koenig
Entstehung
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Er dachte an den Zuſtand ſeiner Cornelie, an ihr neues Mißtrauen gegen ihn zurück, und dachte an ſeine Sicherheit vorwärts.—

Herr Graf, redete ihn der Diener an, ich denke, wir gehen am ſicherſten mit dem Mainzer Marktſchiff weiter. Das Waſſer hinterläßt am wenigſten unſere Spur. Wo wir dann Halt machen, können wir ruhiger überlegen, als hier. Aber wir müſſen eilen; dort liegt das Schiff und alles iſt ſchon zur Abfahrt in Bewegung.

Der Graf nahm ſich zuſammen, nickte und deutete auf ſeinen Koffer. Dann ſchritt er dem Diener voraus, das Kai entlang nach dem Main⸗ zer Schiffe. Unbekümmert um den Diener und um den Koffer, warf er ſich in einer Ecke der kleinen Ka⸗ jüte auf die Bank. Franz ſchüttelte mit tückiſchem Lächeln den Kopf zu dieſer Niedergeſchlagenheit. So betroffen von einem mißlungenen„Genie⸗ ſtreich“, wie er's nannte, hatte er ſeinen Herrn noch nie geſehen.—

Erſt als das Schiff unter dem Städtchen Höchſt wie gewöhnlich Halt machte, die zahl⸗