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Täuschungen : historische Novelle / von Heinrich Koenig
Entstehung
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Ja, ja, das wird alles ausgleichen, wird mich herſtellen im Herzen meiner edeln Cornelie! Ein Sohn wird mir geſchenkt! O ich bin es nicht werth! Aber, ja, das muß jetzt auch anders werden, alles, alles! So wahr ich lebe, er ſoll einen wahr⸗

haftigen Vater an mir haben! Verzeihen Sie, beſter Doktor! Was denken Sie von mir! Aber ich will jetzt hinüber, Cornelien an mein Herz drücken mit all der Zukunft, die

Der Atzt hielt ihn zurück, ſelbſt nicht wenig betroffen von dem Entzücken das über ſeine Berech⸗ nung hinaus ging.

Um des Himmels willen, keine Uebereilung, Herr Graf, oder Sie verderben alles! rief er ſich zuſammennehmend. Die gnädige Frau iſt noch ſehr verſtimmt, wie es ihr Zuſtand mit ſich bringt: wie leicht aber könnte es in eine Gemüthsverſtim⸗ mung umſchlagen, die ſehr ſchlimm auf ihr Befinden rückwirken müßte. Sie ließen eben ein Wörtchen vonAusgleichen fallen, verzeihen Sie! wenn etwas zwiſchen Ihnen vorläge, was einer Verſöh⸗ nung, einer Verſtändigung bedürfte; ſo gehen Sie