Riviére hätte kaum überlegen können, welchen Grund für ſeine ärztliche Anordnung er dem Grafen geben möchte. Das Wort der Frage brachte ihn aber wieder auf ſeine erſte, aufgegebene Vermuth⸗ ung, und er ſagte mit bezüglichem Lächeln:
Es gibt bei jungen Frauen Zuſtände, mein Herr Graf, die der Arzt am beſten aus der Art er⸗ kennt, wie ſie ihm eben nicht vertraut werden. Die gnädige Frau hat wohl ſelbſt kaum mehr, als ein dunkles Vorgefühl von ihrem Zuſtande, der Ihnen die erfreulichſte Vaterhoffnung gibt.
Wie? Was ſagen Sie? rief, von freudigem Schreck etwas erblaſſend, der Graf, wobei er ſeine Pfeife beiſeit ſtellte. Mein Gott, beſter Doktor,— reden Sie wahr,— und irren ſich nicht? O, Sie Bote der Freude!
Er faßte den Arzt und ſchüttelte ihm beide Hände.— Riviore, nicht wenig überraſcht, machte nur ſtumme Geberden der Zuſtimmung. Dann warf ſich der Graf ſehr bewegt, mit gefalteten Händen, in einen Seſſel, indem er vor ſich hinträu⸗ mend leiſer ſprach:
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