Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
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oder die Gefahren der Jugend. 33

Fähnr. Das iſt ſo gut, als nichts! Aber daß eine achtzehnjaͤhrige Dirne ein Kleid aufopfert—

Soph. Herr Bruder! Wenn ich nicht ſchon ge⸗ wußt hätte, daß du ein Fähnrich biſt, ſo häͤtte ich es an dieſer Spotterey errathen.

Räthin. Aber, Sophie, was ſagt die Graͤfin, wenn ſie dich trotz ihrer Geſchenke immer in dem namlichen Kileide ſieht?

Soph. Wenn ſie brummt, ſo mache ich ihr weiß, daß ich mein Geld in die Lotterie ſetze; das iſt doch auch eine Art von Spiel, und ein jedes Spiel iſt in ihren Augen verzeihlich.

Näthin. Ich bitte euch, laßt den Vater nichts von eurer kindlichen Unterſtuͤtzung merken. Ihr kennt ſeinen edeln Stolz, er wuͤrde lieber darben, als von euern Wohlthaten leben.

Fähnr. Ja, wenn er Wohlthat nennt, was Pflicht und Liebe heiſchen.

Soph. Wohlthat iſt es wahrlich; aber nur für uns.

Räthin. Still! Ich hoͤre kommen.(verbirgt das Geld.)

Dreyzehnte Scene. Vorige, Rath(mit einer Menge Papiere unterm Arm. Als er eintritt, ſtutzt er.) Nath. Sieh da! Ich komme eben aus einem reich moͤblirten Hauſe; doch meine Hütte iſt weit koſtbarer ausgeſchmůͤckt.(Sohn und Tochter eilen auf ihn zu Kotebne's dram. Werke 14. Th. 3