Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
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28 Das Schreibepult,

Wer aber immer gewaltig ſtößt, und nur brillant ſpielen will, der verſprengt ſich hier und verläuft ſich dort, oder bekommt eine Contrebille, die ihn zuruͤckwirft. O Schick⸗ ſal! warum haſt du mich nicht auch zu einem ſolchen Baron gemacht, daß ich mit Ehren en gros ſtehlen könnte! Die kleine Diebskrämerey— es kommt nichts dabey heraus.(ab.)

Zehnte Scene. Gimmer des Rath Erlen.)

Räthin Cſitzt und ſtrickt, vor ihr liegt ein Buch, in welchem ſie lieſt, ohne ihre Arbeit zu unterbrechen; lächelt und ſchuttelt den Kopf.)

Schon wieder ein Ausfall auf die armen Romane! Muß denn eben alles Schwärmerey ſeyn, was nicht ganz gewöhnlich iſt? was ſich nicht alle Tage zuträgt?— Als ich noch jung war, da ſang ſo mancher Dichter— die Liebe unterm Strohbach, Zufriedenheit bei Milch und Brod. Zwanzig Jahre ſpaͤter ſcheinen ſie ſich alle das Wort gegeben zu haben, die genügſame Liebe lächerlich zu machen. uUnd es bleibt denn doch wahr: an der Seite eines trefflichen Gatten hoͤrt das Entbehren auf, eine Kunſt, oder ein Opfer zu ſeyn.— Iſt mein Leben ein Roman? Hat die Erfahrung nicht meinem Herzen Recht geſprochen? Sind wir nicht arm, ſehr arm?— und wo lebt die Frau, mit der ich tauſchen möchte?