oder die Gefahren der Jugend. 27
Dieth. Die verdammte Treff⸗Dame! Sie erin⸗ nern ſich an mein geſtriges Quinze- 1eva.
Bald. Aber Sie ſpielten auch mit einer ſo edeln Käͤlte, einer ſo vornehmen Nachlaͤßigkeit,— die Graäfin iſt ganz von Ihnen bezaubert. Dieſer junge Mann, ſagte ſie neulich, kann einſt der Liebling unſerer erſten Häuſer werden. Sie ſprach ſogar von einem alten, erloſchenen Geſchlecht Diethelm in Thuͤringen, und meinte: es ließe ſich durch Protektion wohl noch dahin bringen, daß Sie in gerader Linie von dieſen Diethelms abſtammten.
Dieth. Wozu das? Ich denke, meine Ahnen ſtehen auf den holländiſchen Dukaten.
Bald. Bon, bon! ha, ha, ha! Ventre pleu! wir vergeſſen unſer Billard. Wollen wir die Parthie um 10 Ihrer Ahnen ſpielen?
Dieth. Greift nach Huth und Stoc) Wenn Sie mir acht points vorgeben.
Bald. Es ſey darum! Den geharniſchten Ahnen zu Ehren! ha, ha, ha! Cbeyde ab.)
Neunte Scene. Flink(allein.)
2ht points? Er kann ihm auf der Tafel des Gluͤcks die Tugend vorgeben, und er wird ihn doch Matſch machen. Ja, ja, dies Spiel iſt ein Bild des Lebens. Wer gut zu ſchleichen verſteht, wer ſeinen Ball fein ſachte ſchleichen laͤßt, der ſiegt, ohne Aufſehen zu erregen.


