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— 26 Das Schreibepult,
brod und kalten Braten. Enfin, cher ami, es bleibt dabey: nur das Spiel kann einen Mann von Geſchmack feſſeln.
Dieth. Das Spiel und Liebe.
Bald. Sie kommen doch heute zur Graͤfin?
Dieth. um zu ſpielen oder zu lieben?
Bald. Beydes, wenn Sie wollen; aber die Graäfin iſt ſchon sur le retour.
Dieth. Sie hat ein allerliebſtes Kammermaͤdchen.
Bald. Ja! Hat das ſchelmiſche Ding Sie auch be⸗ zaubert? Schade nur, daß ſie ſo ungebildet iſt!
Dieth. ungebildet? Ich bitte um Verzeihung! Sie ſcheint mir gebildeter, als ihr Stand erwarten läßt. Bald. Tant pis! Sie hat, der Himmel weiß, wo,
Grundſaͤtze eingeſogen, die nur fuͤr hoͤhere Staͤnde belt wurden.
Dieth. Die Tugend, lieber Baron, iſt ja kein
Stift, wo man ohne Ahnen nicht aufgenommen wird.
Bald. Sollten Sie glauben, daß ſie neulich die Impertinence hatte, mir gradezu in die Haare zu fahren? Und warum? weil ich ſie kuͤſſen wollte.
Dieth. Welcher Cato haͤtte der Verſuchung wider⸗ derſtanden?
Bald. Sie iſt huͤbſch,— ja; aber kalt, kalt, wie eine Billardkugel. Weg mit der Schoͤnheit, die eben ſo wenig Genuß verſpricht, als die Blumen in der Hand der Treff⸗Dame.


