oder die Gefahren der Jugend. 25
wohl! aber dort brennen auch Neſſeln, und alle meine Rockfalten haͤngen voll Kletten. Hier ſchlägt eine Nach⸗ tigall,— recht artig, j'en couviens,— aber zu gleicher Zeit ſummen mir die ekelhaften Maykaͤfer um die Ohren. Enſin, des Morgens durchnäßt mich der Thau, des Mit⸗ tags verſengt mich die Hitze, Nachmittags erſticke ich im Staube, und Abends ſtechen mich die Muͤcken.(Zu Flink) Mein Freund! hole er mir ein Glas Liqueur.(Flink geht und bringt Liqueur.)
Dieth. Sie werden Prozeß mit den Dichtern be⸗ kommen.
Bald. Je ne dispute pas des gouts. Ich habe alles verſucht— eſlleurs, der Deutſche hat keinen Ausdruck dafuͤr; aber nirgends fand ich ſo viel ſolide Unterhaltung, als am Spieltiſch.
Dieth. Sie haben Recht! Das Spiel verſetzt und erhält in Thätigkeit.
Bald. Es ſchaͤrft den Verſtand.
Dieth. Es erweckt die Leidenſchaften.
Bald. Und wo waͤre Genuß ohne Leidenſchaft?
Dieth. Die Dichter hingegen—
Bald. Sie bewerfen mich mit Kenien.
Dieth. Die Philoſophen—
Bald. Sie haben eine Sprache erfunden, die Nie mand verſteht.
Dieth. Die Moraliſten—
Bald. Sie ſind langweilig.(ſtuͤrzt den Liqueur
hinunter) Mein Freund! hole er mir etwas Butter⸗


