ſen.
18 Das Schreibepult,
Hädebr. Genug fuͤr heute!(nach einer Pauſe) Ich verſprach dir Nachricht von deinem Freunde Blunt.
Dieth.(haſtig) Von Blunt? Von meinem lieben Amerikaner?
Haͤdebr. Er gruͤßt dich.
Dieth. Man hielt ihn fuͤr todt.
Haͤdebr. Er iſt todt.
Dieth.(in großer Bewegung, doch zweifelhaft Alſo— ſein Geiſt?
Hädebr.(ſehr trocken) Sein Geiſt.
Dieth.(mit Lebhaftigkeit) Mann! Du könnteſt mich auf ewig an dich feſſeln, den treueſten Juͤnger dir zu eigen machen, wenn du Blunts Geiſt mich ſehen
ließeſt. Hädebr. Ich koͤnnte,— aber darf ich? Dieth. Es iſt nicht Neugierde,— nur Freund⸗
Hädebr. Das waͤre etwas;(faßt ihn bey beyden Händen, und ſieht ihm einige Augenblicke ſtarr ins Ge⸗ ſicht) und es iſt wahr!
Dieth. O ſo laß, du Herzenkundiger! laß mich meinen Jugendfreund wiederſehen!(nimmt ein Miniatur⸗ gemälde von der Wand) Mein ſanfter Wilhelm!(be⸗ trachtet das Bild mit Zärtlichkeit.)
Hädebr. Gieb dies Bild!(nimmt ihm das Bild aus der Hand) Falte die Hände, ſchaue gen Himmel und ſchweige!(Diethelm thut, was ihm befohlen wird.
Haͤdebrath hebt das Bild mit beyden Händen hoch empor,


