Teil eines Werkes 
11. Th. (1828) Sämmtliche dramatische Werke
Entstehung
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oder die Gefahren der Jugend. 19

ſein Korper zittert, ſein Auge rollt, plöslich ſcheint ein elektriſcher Schlag ſeinen Koͤrper zu erſchuͤttern. Sein Geſicht wird heiter, er wendet ſich, erhaben lächelnd, zu dem unruhigen Diethelm, legt ſanft die Hand auf ſeine Schulter und ſpricht): Du ſollſt ihn ſehen.

Dieth. Wann? wann?

Hädebr.(nach einer ernſten Pauſe) In einigen Wochen.

Dieth. Warum nicht fruͤher? warum nicht heute?

Hädebr. Heute geh' ich ins Gefaͤngniß.

Dieth. Eerſtaunt) Ins Gefängniß?

Hädebr. Ich habe mich fur einen redlichen Mann verbürgt. Er kann nicht zahlen, ich auch nicht. Er ſſt entflohen, ich fliehe nicht.

Dieth. Giebt es auch Kerker für einen Mann mit ſolchen Kraͤften ausgeruſtet?

Haädebr. O ja! Denn dieſer Mann hat Ehrfurcht vor den Geſetzen. Frey bin ich uͤbrigens auch dort, und werbe immer um dich ſchweben.

Dieth. Aber wie lange

Haͤdebr. In dreymal neun Tagen wird ein Schiff ans Smyrna ſeine Anker in unſerm Hafen werfen. Willkommen ſind mir die Schaͤtze, die meine Bruͤder aus Aegypten mir ſenden, willkommen um der Armen willen.

Dieth. Dreymal neun Tage? Eine Ewigkeit! Warum fordern Sie nicht von Ihrem beguͤterten Zögling?

Hädebr. Ich bitte nie.

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